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"Geh weg, ich will nur den Papa!!!" (Favorisierung eines Elternteils)

Wenn Kinder ein Elternteil bevorzugen 

Bei jedem Kind wird irgendwann die Phase kommen, in der es ein Elternteil bevorzugt. Natürlich sollte man da als anderes Elternteil darüberstehen mit dem Wissen, dass das vorübergehend ist. Jedoch wissen wir auch, leichter gesagt als getan.

Mit ca. zwei Jahren entwickeln Kinder eine starke Vorliebe für alle möglichen Dinge wie beispielsweise Lebensmittel, Kleidung oder Spielzeuge und somit auch für ihre Bezugspersonen. In einem Zwei-Elternteil-Haushalt wird fast jedes Kind irgendwann ein Elternteil bevorzugen. Das ist temporär und kann von Zeit zu Zeit wechseln. Und auch mit diesem Wissen, dass es nur eine Phase und absolut entwicklungsgemäß ist, kann es trotzdem schmerzhaft sein, wenn man nicht das bevorzugte Elternteil ist.

Hier ein paar Tipps, wie ihr mit der Bevorzugung eures Kindes umgehen könnt:

  1. Nehme es nicht persönlich: Wir wissen, das ist so einfach gesagt und natürlich schmerzt die Zurückweisung von eurem Kind! Aber wie oben schon erwähnt, es ist eine Phase und es steht absolut außer Frage, dass euer Kind euch beide liebt. Be strong!
  1. Lege die emotionale Last nicht deinem Kind auf: Natürlich schmerzt jede Art von Rückweisung aber bedenke, dein Kind kann sich noch nicht in dich hineinversetzen und versteht nicht, dass seine Aussagen und Taten dich verletzen können. Es liegt in dem Moment nahe deinem Kind zu sagen, dass es dich gerade sehr verletzt hat. Allerdings ist es nicht zielführend es das spüren zu lassen. Dein Kind ist in diesem Moment mit seinen Gefühlen beschäftigt, es möchte zu dem anderen Elternteil und wenn du ihm jetzt noch Schuldgefühle geben würdest, wäre das zu viel für dein Kind und eine echte Überforderung. Wenn es dir wichtig ist deine Gefühle deinem Kind gegenüber zu verbalisieren dann achte unbedingt darauf, dass du es in einem ruhigen Ton sagst dabei gelassen bleibst und es kurz hältst, „das hat sich für mich gerade nicht schön angefühlt.“ Das reicht vollkommen und braucht keine ausführlichere Erklärung.
  1. Bestätige die Gefühle deines Kindes, bzw. zeige Empathie: Dein Kind wollte von dem anderen Elternteil ins Bett gebracht werden und ist nun außer sich, da du die Zu-Bett-Geh-Routine mit ihm machen willst. Auch wenn es schwerfällt, zeige Verständnis und erkläre deinem Kind, dass du seine Enttäuschung und Wut verstehen kannst. Dass du das heute allerdings (aus Grund XY) übernimmst. Versuche es zu beruhigen, das kann ein zusätzlicher Bonding-Moment zwischen euch sein.
  1. Plant gezielte „Zweier-Aktivitäten“: Wenn dein Kind gerade das andere Elternteil bevorzugt, plane mit deinem Kind wöchentlich eine großartige Aktivität, die nur ihr beide zusammen macht. Nimm dir bewusst Zeit für dein Kind und genieße es!
  1. Versucht Rituale gemeinsam als Eltern zu gestalten: Bei dem Abendritual eures Kindes könnt ihr beide aktiv sein. Der eine übernimmt das Zähneputzen und Umziehen, der andere das Vorlesen.
  1. Sehe es positiv: Wenn dein Kind gerade darauf besteht, dass der andere Elternteil es ins Bett bringt – sehe das Gute daran, jetzt hast du Zeit für dich!

Es ist völlig normal, dass ein Kind in seinen verschiedenen Entwicklungsphasen ein Elternteil temporär bevorzugt.  Aber versuche dir immer wieder vor Augen zu führen euer Kind liebt euch beide, ihr gebt euer Bestes und ihr seid und bleibt der sichere Hafen für euer Kind.

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